Über JusProg

Wer wir sind und was wir tun
  • Was ist JusProg?

    ueber-img01JusProg e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche im Internet besser zu schützen. Zu diesem Zweck bieten wir Eltern, Großeltern, Lehrern und allen anderen, die mit Kindern und Medien zu tun haben, das kostenfrei nutzbare JusProg-Jugendschutzprogramm an.
    JusProg e.V. wurde 2003 von einigen deutschen Internet-Anbietern gegründet mit dem Ziel, eine solche Filtersoftware zu entwickeln.
    Ganz wichtig ist uns: Die Entscheidung über den Einsatz des Jugendschutzprogrammes liegt allein in den Händen der Eltern. Diese haben auch die letztendliche Entscheidungsgewalt über die Seiten, die aufgerufen werden können oder nicht.
    Das JusProg-Jugendschutzprogramm wurde im Jahr 2012 von der staatlichen Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) offiziell anerkannt und erfüllt damit die Anforderungen des § 11 JMStV. JusProg sichert durch die Anerkennung für Anbieter von Internet-Inhalten die im Jugendmedienschutzstaatsvertrag vorgesehene „Privilegierung“.

    Wer ist JusProg?

    JusProg ist ein gemeinnütziger Verein, der sich größtenteils aus den Beiträgen seiner Mitglieder finanziert. JusProg erhält keinerlei Fördergelder oder Unterstützung von staatlicher Seite in Deutschland. Mitglieder des JusProg e.V. sind vorwiegend Unternehmen der deutschen Internetwirtschaft aus verschiedenen Branchen. Sie alle übernehmen Verantwortung für einen effektiven kostenlos nutzbaren Kinder- und Jugendschutz im Internet.

    Vorstand des JusProg e.V.
    • Stefan Schellenberg, Online Management Kontor (Vorsitz)
    • Daniela Hansjosten, Mediengruppe RTL Deutschland GmbH (1. Stellv.)
    • Dr. Maximilian Schenk, BIU Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (2. Stellv.)
    • Martin Lorber, Electronic Arts GmbH
    • Inga Werdes, Vodafone Deutschland GmbH / Kabel Deutschland

    Wir beschäftigen seit 2003 ein mehrköpfiges Rating-Team, welches die Seiten prüft und bewertet. Diese Mitarbeiter, die sogenannten Netagents, werden laufend geschult und haben mittlerweile viel Erfahrung. Vorab bearbeitet werden die Seiten von sog. Spidern (Software zur Durchsuchung des Internets), die Webseiten im Rahmen der technischen Möglichkeiten von Software altersklassifizieren. Die Spider verabeiten auch Webseiten, die anonymisiert über die Software vorgeschlagen werden und lesen Suchmaschinenergebnisse aus. Wenn die Spider Websites als potentiell besonders gefährdend einstufen, werden diese Domains auch technisch vorsorglich mit einer passenden Altersstufe auf die Filterliste gesetzt und anschließend den menschlichen Prüfern nach einem ausgefeilten Prioritätensystem zur Nachkontrolle vorgeschlagen. Eine menschliche Altersklassifizierung hat immer Vorrang vor der Maschine. In den Altersstufen bis 12 Jahre gibt es nur menschliche Bewertungen.

    Wie schützen wir und warum?

    Die JusProg Filtersoftware gleicht beim Aufruf einer Webseite die Adresse der Seite mit einer Filterliste ab. Steht die aufgerufene Seite auf der Liste mit einer höheren Altersstufe als für das surfende Kind eingestellt ist, wird die Website nicht angezeigt. Die Filterliste enthält alle Themen und Inhaltsarten im Internet, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind. Die Kriterien zur Bewertung von Webseiten sind sehr umfangreich. Seiten werden ausschließlich nach ihrem Inhalt und Jugendschutzrelevanz bewertet, ohne Rücksicht auf Geschmäcker oder Meinungen.

    Insgesamt versuchen wir so viele Seiten wie möglich zu erfassen und Altersgruppen zuzuordnen, unabhängig von der inhaltlichen Ausrichtung. Nur so können wir sinnvoll erreichen, dass Kinder und Jugendliche einen möglichst breiten Zugang zu Internet bekommen ohne vielfach auf Inhalte zu stoßen, die nicht für sie geeignet sind. Die Seiten werden automatisiert von sogenannten Spidern erfasst und aufgrund bestimmter Wortverknüpfungen identifiziert. Die Seiten, die uns zur Überprüfung vorgelegt werden, werden alle von menschlichen Prüfern (Netagents) überprüft und entsprechend neu altersklassifiziert.
    Das JusProg-Jugendschutzprogramm durchläuft verschiedene Prüfungen für die Entscheidung, ob eine Webseite angezeigt wird oder nicht. Diese Prioritäten werden dabei berücksichtigt:

    • 1. BPjM-Liste (absolut verbotene Webseiten)
    • 2. Elternlisten (Freischaltung/Blockade durch Eltern für ihr Kind)
    • 3. Website-Label age.xml / age-de.xml
    • 4. JusProg-Filterliste

    In den Altersstufen bis 12 Jahre wird eine nach diesen Prüfungen weiterhin „unbekannte“ Seite vorsichtshalber blockiert, ab der Alterstufe 12 wird sie für einen größeren (wenn auch damit etwas unsichereren) Surfraum angezeigt.

    Ist JusProg Zensur?

    Nein, es geht einzig um Jugendschutz, wie wir ihn entsprechend dem Gesetz umsetzen müssen, nicht um Zensur. Die Nutzung des Systems ist freiwillig und kostenlos. Die Software hat außerdem eine individuelle Whitelist Funktion, mit deren Hilfe Eltern beliebige Seiten per Eingabe ihres Elternpasswortes freigeben können. So liegt die letztendliche Entscheidung über die Blockade einer Seite nicht bei der JusProg-Liste, sondern bei den Eltern, die die Filtersoftware einsetzen. Zudem können alle Seitenbetreiber ihre Seiten mit einem Label (age.xml / age-de.xml) versehen, welches von der Software behandelt wird.

    Ganz wichtig ist: Die Entscheidung über den Einsatz des JusProg-Jugendschutzprogrammes liegt allein in den Händen der Eltern. Diese entscheiden über die Altersgruppe, mit der ihr Kind surft und auch darüber, ob sie die Software einsetzen oder auch wieder deinstallieren. Erwachsene können auf dem gleichen Rechner (nach Eingabe ihres Eltern-Passwortes) uneingeschränkt surfen.
    Wir verstehen das JusProg-Jugendschutzprogramm als Beitrag zu mehr Freiheit im Internet: Erwachsene können frei surfen und Minderjährige dürfen das Internet erobern und ausprobieren lediglich mit der Einschränkung der Seiten, die für sie potentiall beeinträchtigend sind. Ohne die intelligenten Filter von JusProg würde vermutlich im Internet weit mehr verboten werden.

    Vorteile für Webseiten-Betreiber

    ueber-img01Laut Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) sind Anbieter von sogenannten entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten (z.B. softerotische oder gewaltdarstellende Inhalte) dazu verpflichtet, entweder eine Sendezeitbegrenzung (Anzeige der Seite nur zwischen 22/23 Uhr abends und 6 Uhr morgens) zu beachten, ein technisches Mittel (z.B. Eingabe und Check der Personalausweisnummer) einzusetzen, oder eine anerkannte Filtersoftware (Jugendschutzprogramm) einzusetzen. JusProg bietet ein entsprechendes Jugendschutzprogramm an, das seit 2012 offiziell nach § 11 JMStV staatlich anerkannt ist.

    Weil JusProg sich branchen- und unternehmensübergreifend um die Anerkennung kümmert, dürfen in Deutschland entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte verbreitet werden, wenn sie mit einem zutreffenden Website-Label (age.xml / age-de.xml) gekennzeichnet sind, das anerkannte Jugendschutzprogramme auslesen können. Ihr Unternehmen profitiert auch von dieser sogenannten „Privilegierung“? Dann sollten Sie unbedingt den JusProg e.V. mit einer Mitgliedschaft unterstützen, um diese juristischen Vorteile dauerhaft abzusichern. (Anmerkung: Dies ist keine Rechtsberatung, wenden Sie sich bitte mit Fragen an einen Rechtsanwalt).

    Das age.xml / age-de.xml-Label

    Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) verpflichtet Anbieter von potentiell entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten (also Inhalten ab Alterstufe 16) sowie alle größeren kommerziellen Anbieter, ihre Webseite für ein Jugendschutzprogrmam zu „programmieren“. Gemeint ist damit, dass der Anbieter ein sogenanntes Website-Label im Format age.xml / age-de.xml auf seiner Webseite installieren soll. Dies ist eine einfache Datei, die der Website-Anbieter an eine bestimmte Stelle auf dem Server (Root) ablegt. Idealerweise enthält die xml-Datei für die gesamte Website die notwendigen Altersinformationen, es können jedoch auch Einzelseiten individuelle Alterseinstufungen bekommen. Jugenschutzprogramme können diese Altersinformation auslesen und dann gegebenenfalls den Seitenaufruf für Minderjährige blockieren. Auch die JusPorg-Software berücksichtigt age.xml und age-de.xml. Die übergreifende Datei age.xml gilt dabei international, die Datei age-de.xml speziell für Deutschland

    Von der Idee her ist die age-de.xm-Datei etwas Ähnliches wie die Google Sitemap oder die robots.txt, nur eben für Altersklassen. Die Datei liegt auch an der gleichen Stelle auf dem Server. Es gibt wie bei Kinofilmen oder Computerspielen ab 0, ab 6, ab 12, ab 16 und ab 18 Jahren.

    Wir bieten einen kostenfreien Label-Generator, mit dem sich innerhalb von Minuten ohne technische Kenntnisse passende age.xml und age-de.xml Dateien erstellen lassen: JusProg Label-Generator

    Mehr Informationen zum Website-Label erhalten Sie (englischsprachig) auf age-label.com sowie deutschsprachig auf age-label.de

  • Links zum Thema Jugendschutz im Internet